Tierwohl
Sommerhitze – Sicherheit im Vereinsalltag - Verantwortung für Hund und Halter
Hohe Temperaturen können insbesondere bei körperlicher Belastung schnell zu einer gesundheitlichen Gefahr werden. Sowohl im Alltag als auch im Hundesport ist daher besondere Aufmerksamkeit und verantwortungsbewusstes Handeln erforderlich.
Da Hunde ihre Körpertemperatur hauptsächlich über das Hecheln regulieren, können Hitze und körperliche Anstrengung schnell zu einer Überhitzung führen. Das Wohl unserer Hunde hat für die SV OG Düsseldorf oberste Priorität. Deshalb behalten wir die Wetterentwicklung stets im Blick und passen Training, Prüfungen und Veranstaltungen bei Bedarf den Witterungsbedingungen an oder sagen diese zum Schutz von Mensch und Hund ab.
Wir bitten alle Mitglieder und Gäste, folgende Punkte unbedingt zu beachten:
- Hunde niemals im abgestellten Fahrzeug zurücklassen – auch nicht für kurze Zeit.
- Fahrzeuge möglichst im Schatten parken und den Sonnenstand berücksichtigen.
- Ausreichend frisches Trinkwasser bereitstellen.
- Hunde regelmäßig kontrollieren und auf Anzeichen von Überhitzung achten.
- Körperliche Belastungen bei großer Hitze vermeiden oder deutlich reduzieren.
- Im Zweifel gilt: Gesundheit geht immer vor Training, Prüfung oder Wettkampf.
Training und Belastung bei hohen Temperaturen
Auch im Hundesport stellt große Hitze eine besondere Herausforderung dar. Intensive körperliche Belastung kann bei hohen Temperaturen schnell zu einer Überforderung des Organismus führen. Grundsätzlich kann jeder Hund bei Hitze und sportlicher Aktivität überhitzen. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei:
- sehr leistungs- und arbeitsfreudigen Sporthunden, die auch bei großer Hitze mit hoher Motivation arbeiten,
- Hunden mit kurzen Schnauzen (brachyzephale Rassen), da ihre natürliche Kühlung über das Hecheln eingeschränkt sein kann,
- älteren Hunden, sehr jungen Hunden sowie Tieren mit Vorerkrankungen oder Übergewicht.
Welche Aktivitäten sollten bei großer Hitze vermieden werden?
Bei hohen Außentemperaturen sollten intensive Belastungen möglichst vermieden oder in die frühen Morgen- bzw. kühleren Abendstunden verlegt werden. Dazu zählen unter anderem:
- IGP-/Gebrauchshundesport und Mondioring
- Agility
- Hoopers
- Turnierhundsport (THS)
- Flyball
- Zughundesport
- intensive Sprint-, Sprung- oder Apportierübungen
Auch Spaziergänge auf stark aufgeheiztem Asphalt sowie längere Aufenthalte in der direkten Sonne sollten möglichst vermieden werden.
Unsere Empfehlungen
- Training möglichst in die kühleren Tageszeiten legen.
- Für ausreichend Schatten und frisches Trinkwasser sorgen.
- Belastungen individuell an Hund und Witterung anpassen.
- Auf Anzeichen von Überhitzung wie starkes Hecheln, Mattigkeit, Taumeln oder Apathie achten und das Training sofort beenden.
- Im Zweifel gilt immer: Gesundheit und Tierschutz haben Vorrang vor sportlichen Zielen.
- Ein Training, eine Prüfung oder ein Wettkampf kann jederzeit verschoben oder abgesagt werden. Kein sportlicher Erfolg ist wichtiger als die Gesundheit unserer Hunde.
Gemeinsam aufmerksam bleiben
Bitte achte auch auf andere Hunde auf unseren Parkplätzen oder in der näheren Umgebung. Befindet sich ein Hund offensichtlich in einem überhitzten Fahrzeug, versuche zunächst den Halter ausfindig zu machen. Ist dies nicht möglich und besteht der Verdacht auf eine akute Gefahr für das Tier, verständige umgehend die Polizei oder den Notruf.
Besteht bereits eine unmittelbare Lebensgefahr für den Hund und ist keine rechtzeitige Hilfe zu erwarten, kann in einer solchen Ausnahmesituation auch das Einschlagen einer Fahrzeugscheibe rechtlich gerechtfertigt sein (sogenannter rechtfertigender Notstand nach § 34 StGB sowie § 228 BGB). Dokumentiere in diesem Fall nach Möglichkeit die Situation (z. B. mit Fotos, Uhrzeit, Außentemperatur und Zeugen), um den Notfall nachvollziehbar festzuhalten.
Unser gemeinsames Ziel ist jedoch, dass es gar nicht erst so weit kommt: Lasse deinen Hunde bei sommerlichen Temperaturen niemals unbeaufsichtigt im Fahrzeug – auch nicht für wenige Minuten.