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Einige Menschen werden denken “Unterordnung” ein fürchterliches Wort. Sie sind mit diesem Gedanken nicht allein. Als ich meinen ersten Hund ausgebildet habe, habe ich mich als blutiger Anfänger auch gegen dieses  Wort  “Unterordnung” gewehrt. Mein Hund sollte doch mein gleichberechtigter Partner und Kumpel sein. Dieses Ziel kann man annähernd auch tatsächlich erreichen, aber eben nur annähernd und nicht ohne Unterordnung.
In der  freien Wildbahn bzw. im Rudel herrschen keine demokratischen Strukturen. Durch Nervenstärke, Kraft und Gesundheit bildet sich ein Rudelführer heraus. Diesem Rudelführer ordnet sich das ganze Rudel bedingungslos in einer strengen  Hierachie  (Alpha-Rüde, Alpha Hündin, Beta-Rüde, Beta-Hündin usw.) unter und nur so kann das Rudel im täglichen Daseinskampf überleben. Lassen sie sich nicht täuschen, auch in ihrem Schmusehund ist dieser Urtrieb vorhanden.  Das bedeutet unserer geliebter Vierbeiner benötigt feste Strukturen um sich wohl zu fühlen er muss und will seinen Platz im Rudel kennen. Bezogen auf unserer gemischtes Rudel ( Mensch, Hund) müssen sie als menschlicher Rüdelführer  ihrem Vierbeiner immer wieder klar machen, wer der Herr im Haus ist, sonst macht er ihnen das klar und sie tun was er will. Für den Hund ist das eine ganz normale Handlung, die ihm die Natur vorgibt. Diese natürliche Handlung ist  weder stur noch böse gemeint, sondern er übernimmt die Verantwortung des Rudelführers und hat somit den Hierachiekampf gewonnen. Sie sind dann Beta-Rüde oder Hündin.
Die Unterordnungsübungen nach der Prüfungsordnung unterstützen  Ihr Vorhaben Rudelführer zu werden, bzw. zu bleiben.
Eine der ersten Übungen ist die Leinenführigkeit.
An einer 1,00 m langen Führleine wird der Hund durch Lob, Leckerchen und auch Tadel daran gewöhnt neben Ihnen herzulaufen  und alle Wendungen und Drehungen freudig und aufmerksam mitzumachen.Der aufmerksame Leser hat bereits festgestellt, der Hund folgt Ihnen, Sie geben den Ton an. Es gibt in meinen Augen nichts unschöneres als einen nach links, recht,  vorne oder hinten schießenden Hund mit seinem dahinter fliegenden gestressten Herrchen oder Frauchen. Die nachfolgenden Übungen wie Sitz, Platz, Apportieren eines Gegenstandes, Gruppe usw. haben alle gemeinsam, daß Sie den Ton  angeben und der Hund Ihnen folgt.Am Ende einer langen und intensiven Ausbildung haben Sie den Partner und Kumpel, der Ihren Wunsch schon erahnt, bevor Sie ihn ausgesprochen haben, aber eben im 2. Glied als Beta-Hund.
Zu den  einzelnen Abläufen gilt auch hier, wie in der Fährte bereits erwähnt, der Hund muß eine hohe Konzentration aufbringen um seinem Hundeführer in allen Übungen aufmerksam zu folgen, er muß sich anderen Menschen und Hunden gegenüber  neutral verhalten, sein Wesen muß einwandfrei sein, sonst kann er auch diesen Teil der Prüfung nicht bestehen. Alle Übungen sind ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Zuchtauslese zu sehen. Hunde die Charakterfehler oder  Konzentrationsschwächen haben, werden nicht in der Lage sein diesen Teil der Prüfung zu bestehen und werden wie bereits im Artikel “Fährte” erwähnt nicht zur Zucht zugelassen. Ausbildungsfehler sind hierbei nicht angesprochen.

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